Woche 1 auf dem JOGLE – ein turbulenter Start von John o’Groats

Start des JOGLE in John o’Groats mit Rucksäcken und Hund am nördlichsten Punkt Großbritanniens

Wir sind tatsächlich unterwegs. Unser JOGLE-Abenteuer von John o’Groats nach Land’s End hat offiziell begonnen. Nach Monaten der Vorbereitung stehen wir tatsächlich am nördlichsten Punkt des britischen Festlands: John o’Groats in Schottland. Allein die Anreise war bereits ein kleines Abenteuer – länger und komplizierter als geplant, inklusive einer durchwachten Nacht im Auto. Nicht glamourös, aber ehrlich.

Hier findest du eine ausführliche Wochenzusammenfassung als Video: Woche 1 auf dem JOGLE

Tag 1 auf dem JOGLE: Der Start auf dem John o’Groats Trail

Am 17. September ging es endlich los. Ausgeruht, nervös und voller Vorfreude haben wir die ersten Schritte auf dem John o’Groats Trail gemacht. Das ist der erste von vielen Fernwanderwegen, die uns in den nächsten drei Monaten durch Großbritannien begleiten werden.

Das Wetter? Windig. Richtig windig. Aber trocken und sonnig.

Es fühlte sich völlig surreal an, hier oben zu stehen und zu wissen: Wenn alles gut läuft, werden wir in drei Monaten am anderen Ende dieser Insel ankommen. In Lands End. 1.400 Kilometer zu Fuß, mit Rucksack und mit Hund. Klingt verrückt, ist es wahrscheinlich auch.

John o’Groats Trail: Klippen, Schafe und der Wind

Die ersten Kilometer liefen sich schnell. Sie waren windgepeitscht, schafgesäumt und klippengespickt. Der John o’Groats Trail ist wunderschön, aber auch anspruchsvoll. Zäune, steile Pfade und windzerzauste Haare waren in Woche 1 unsere ständigen Begleiter. Die Herausforderung liegt auch in der Infrastruktur. Unbefestigte Wege direkt bei den Klippen, kaum Häuser – geschweige denn Supermärkte – oder auch Orte bei denen das Trinkwasser aufgefüllt werden kann

Trotz aller Herausforderungen war das Gefühl überwältigend: Wir sind wirklich unterwegs.

Küstenlandschaft auf dem John o’Groats Trail mit steilen Klippen und Wanderern

Wildcampen auf dem JOGLE: Schlafen nach Bauchgefühl

Wo wir auf unserer Langstreckenwanderung durch Großbritannien schlafen, entscheiden wir spontan oder besser gesagt: nach Bauchgefühl.

In der ersten Woche standen wir neben einer alten Burg, im Wald oder einfach direkt am Wegrand. Das Zelt haben wir am ersten Abend zum ersten Mal „richtig“ aufgebaut und die Premiere gleich bei Starkwind ist überraschenderweise gut geglückt.

Unser Hund Nero war anfangs allerdings nicht ganz so begeistert vom Zelten. Er musste sich, genau wie wir, erst an den neuen Alltag gewöhnen und hat aus Nervosität kurzerhand beschlossen, dass das Zelt auch zum Anknabbern da ist. Ihm das nicht böse zu nehmen, war bereits unsere erste richtige emotionale Hürde.

Kulinarische Abenteuer

Unsere Trekkingküche? Minimalistisch, aber effektiv.

Gnocchi, Pasta und alles, was mit einem Camping-Kocher und einem Topf machbar ist, standen auf dem Menü. Kein Gourmetessen, aber nach einem ordentlichen Fußmarsch schmeckt sowieso alles. Hauptsache die Menge stimmt. Beim Trekking auf dem JOGLE zählt vor allem: Kalorien rein, Energie raus.

Ein Stopp in Wick: unfreiwillig, aber nötig

Nach drei Tagen Fußmarsch erreichten wir Wick, unsere erste Stadt und somit größere Ortschaft auf der Route. Eigentlich wollten wir nur kurz durch, doch Nero machte uns einen Strich durch die Rechnung: eine schmerzende Pfote. Der Tierarzt riet zu einer Pause und die haben wir ihm (und uns) gegönnt.

Schweren Herzens ging’s mit dem Zug weiter nach Inverness. Eine Zwangspause, die sich im Nachhinein als Segen herausstellte: Wir konnten Ausrüstung reparieren, Sachen optimieren und uns alle ein bisschen erholen.

Maresa & Nick am Bahnhof von Wick nach Inverness während JOGLE-Woche 1 aufgrund einer Pause für den Hund

Wieder unterwegs und voller Vorfreude vom John o’Groats Trail zum Great Glen Way

Nach ein paar Tagen Pause war Nero wieder fit, und wir konnten endlich weiterziehen. Der John o’Groats Trail liegt hinter uns, auch wenn wir ihn nicht zu Fuß 100% abschließen konnten. Wir in starten nun mit dem legendären Great Glen Way Richtung Fort William. Ein legendärer Fernwanderweg durch die schottischen Highlands, vorbei an Loch Ness und durch dramatische Landschaften.

Das Wetter bleibt uns bisher wohlgesonnen: sonnig, windig, aber trocken. Bei dem was wir erwartet haben, beschweren wir uns keinesfalls!

Nick wandert durch hohes Gras entlang des John o’Groat Trails während des JOGLE

Fazit nach Woche 1 auf dem JOGLE

Nichts läuft perfekt und genau das macht es perfekt. Wir sind angekommen im Abenteuer JOGLE von John o’Groats nach Land’s End. Noch etwas chaotisch, manchmal müde, aber jeden Tag dankbar, diesen Weg gehen zu dürfen.

Nächster Halt: Fort William in den westlichen schottischen Highlands!
Mal sehen, was Woche 2 so bringt. Hoffentlich weniger Tierarzt und mehr Kilometer.

Drückt uns die Pfoten 🐾


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert