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Drei Monate auf dem JOGLE – Unser Fazit

Grüne Berglandschaft auf dem West Highland Way in den schottischen Highlands während der JOGLE Wanderung

Drei Monate unterwegs. Über 1.400 Kilometer zu Fuß.
Von John o’Groats im Norden Schottlands bis nach Land’s End im Süden Englands.

Der JOGLE, die Fernwanderung quer durch Großbritannien, war für uns weit mehr als nur eine lange Strecke auf der Karte. Er war ein Abenteuer, ein Experiment und manchmal auch ein kleiner Härtetest. Körperlich, mental und organisatorisch.

Wenn wir heute auf diese Reise zurückblicken, bleibt vor allem eines: Der JOGLE ist unglaublich vielfältig.

Unterschiedliche Landschaften auf einer Insel

Eine der größten Überraschungen während unserer Fernwanderung durch Großbritannien war, wie unterschiedlich sich die Landschaften und Kulturen anfühlen, obwohl alles auf derselben Insel liegt.

Der Norden Schottlands wirkt rau, weit und wild. Die Highlands sind geprägt von Bergen, Lochs und dramatischen Ausblicken. Besonders der West Highland Way gehört für uns zu den landschaftlichen Höhepunkten der gesamten Reise.

Je weiter wir nach Süden wanderten, desto stärker veränderte sich das Landschaftsbild. Die Natur wurde grüner und hügeliger, die Regionen stärker erschlossen. Kanäle, Weideland und kleine Dörfer bestimmten zunehmend die Umgebung.

Auch kulturell spürt man Unterschiede. Die Menschen waren überall freundlich und hilfsbereit. Dennoch merkt man besonders in Schottland, dass sich viele deutlich von England abgrenzen. Diese kulturellen Unterschiede haben die Reise zusätzlich spannend gemacht.

Landschaft der Scottish Uplands während unserer JOGLE Fernwanderung mit einem See und Bergen im Hintergrund

Leben im Zelt – Wildcampen auf dem JOGLE

Ein großer Teil unserer Reise spielte sich draußen ab. Viele Nächte haben wir wild gezeltet, mitten in der Natur.

Man wacht auf mit Blick über einen See, im Wald oder auf einer Wiese mit weitem Blick über die Landschaft. Diese Momente gehören zu den intensivsten Erinnerungen unserer Wanderung.

Gerade im Norden Schottlands ist Wildcampen relativ unkompliziert möglich. Im Süden Englands wird es deutlich schwieriger. Dort mussten wir unsere Etappen sorgfältiger planen, um geeignete Plätze zu finden.

Wetter in Großbritannien – der größte Gegenspieler

Das Wetter war ein entscheidender Faktor während unserer gesamten Fernwanderung.

Im September und Anfang Oktober hatten wir in Schottland überraschend viele stabile Tage mit angenehmen Temperaturen und kaum Mücken. Doch ab November änderte sich das deutlich. Die Tage wurden kürzer, der Wind stärker und der Regen häufiger.

Besonders im Dezember erlebten wir mehrere Tage mit Dauerregen. Wer eine ähnliche Wanderung plant, sollte den JOGLE daher eher zwischen Frühling und Frühherbst laufen.

Wandern mit Hund auf dem JOGLE

Unser Hund Nero war während der gesamten Reise dabei. Wandern mit Hund durch Großbritannien ist grundsätzlich sehr gut möglich. Das Land ist erstaunlich hundefreundlich, egal ob in Pubs, öffentlichen Verkehrsmitteln oder auf Wanderwegen.

Trotzdem war das Wandern mit Hund teilweise anstrengender als erwartet. Besonders Begegnungen mit Weidetieren waren herausfordernd. Junge Hunde mit Jagdtrieb benötigen viel Training, um ruhig zu bleiben.

Rückblickend würden wir vor einer solchen Fernwanderung stärker trainieren:

  • Begegnungen mit Weidetieren
  • längere Wandertage
  • Zelten in ungewohnter Umgebung
  • Leinenführigkeit

Insgesamt hat Nero die Reise jedoch hervorragend gemeistert und ist unterwegs zu einem echten Trailhund geworden.

Trailhund Nero während der JOGLE Fernwanderung durch Großbritannien

Infrastruktur und Versorgung entlang der JOGLE-Route

Die Infrastruktur in Großbritannien hat uns positiv überrascht. Öffentliche Verkehrsmittel sind gut verfügbar und auch mit Hund konnten wir Busse und Züge problemlos nutzen.

Versorgungsmöglichkeiten gibt es fast überall. Besonders im Süden Englands kommt man regelmäßig durch kleine Ortschaften mit Supermärkten, Cafés oder Pubs.

Diese Infrastruktur erleichtert eine Fernwanderung erheblich.

Pubkultur und Essen unterwegs

Die britische Küche hat uns auf unserer Reise zuverlässig begleitet. Wer beim Wandern viele Kalorien braucht, ist hier gut versorgt.

Fish & Chips, Burger oder klassisches Pubessen liefern genau die Energie, die man nach langen Wandertagen braucht. Große kulinarische Vielfalt sollte man allerdings nicht erwarten.

Ein echtes Highlight war die britische Pubkultur. In fast jedem Dorf findet man ein Pub. Ein Ort zum Aufwärmen, Essen und Austausch mit Einheimischen.

Unsere persönlichen Highlights

Besonders in Erinnerung bleiben uns:

  • die Landschaft der schottischen Highlands
  • der West Highland Way
  • die weiten Moorlandschaften des Pennine Way
  • die enorme Vielfalt der Natur
  • und viele Begegnungen mit freundlichen Menschen

Diese Mischung aus Natur, Kultur und Abenteuer macht das Wandern in Großbritannien so besonders.

Grüne Berglandschaft auf dem West Highland Way in den schottischen Highlands während der JOGLE Wanderung

Die größten Herausforderungen auf dem JOGLE

Natürlich gab es auch schwierige Momente.

Das Wetter stellte uns immer wieder auf die Probe. Dauerregen, Wind und matschige Wege gehören zum Alltag auf britischen Fernwanderwegen.

Besonders der Pennine Way im November war anspruchsvoll. Viele Wege waren extrem aufgeweicht und geeignete Zeltplätze schwer zu finden.

Auch Weideflächen mit Rindern stellten gelegentlich eine Herausforderung dar, besonders beim Wandern mit Hund.

Was wir rückblickend anders machen würden

Nach drei Monaten auf dem Trail würden wir einige Dinge anders planen.

Mehr Training mit unserem Hund vor der Reise wäre hilfreich gewesen. Besonders Begegnungen mit Weidetieren und längere Etappen hätten wir stärker vorbereiten können.

Auch bei der Ausrüstung würden wir Anpassungen vornehmen. Leichtere Ausrüstung und Trailrunning-Schuhe von Beginn an hätten uns einiges an Energie gespart.

Vor allem würden wir jedoch die Jahreszeit anders wählen. Der JOGLE lässt sich deutlich angenehmer zwischen Frühling und Frühherbst laufen.

Eine spannende Alternative wäre außerdem die umgekehrte Richtung: LEJOG – von Land’s End nach John o’Groats. Dadurch würde man die spektakulären Highlands am Ende der Reise erleben.

Maresa, Nick und Hund Nero am Ziel der JOGLE Wanderung in Land’s End

Unsere JOGLE‑Reise weiter verfolgen

Wenn dich unsere Wanderung von John o’Groats bis nach Land’s End interessiert hat und du noch mehr Eindrücke vom Trail sehen möchtest, findest du einen großen Teil unserer Reise auch auf unseren Social‑Media‑Kanälen.

Dort haben wir viele Momente unserer Fernwanderung durch Großbritannien dokumentiert: kurze Videos, Landschaften, Begegnungen mit Menschen, Alltag auf dem Trail und natürlich Nero als unseren vierbeinigen Begleiter.

Youtube: Wochenvideos und Trail‑Vlogs von unserer JOGLE‑Wanderung
Instagram: tägliche Eindrücke, Fotos und spontane Momente vom Weg
TikTok: tägliche Eindrücke, Fotos und Lessons Learned über das Wandern

Wenn du selbst darüber nachdenkst, eine Langstreckenwanderung oder ein eigenes Outdoor‑Abenteuer zu starten, hoffen wir, dass unsere Erfahrungen dich inspirieren.

Zum Abschluss

Der JOGLE war anstrengend. Er war chaotisch.
Und er war eines der größten Abenteuer unseres Lebens.

Wir sind keine Extremsportler. Aber wir haben gelernt, dass man keine außergewöhnlichen Fähigkeiten braucht, um außergewöhnliche Dinge zu erleben. Der JOGLE war für uns mehr als eine Wanderung durch Großbritannien. Er war eine Reise voller Landschaften, Begegnungen, Herausforderungen und unvergesslicher Momente.

Und vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis nach über 1.400 Kilometern zu Fuß:
Große Abenteuer beginnen nicht mit einem perfekten Plan, sondern mit dem Mut, einfach loszugehen.

Drückt uns die Pfoten 🐾


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